Digital Tuesday

6. Ringvorlesung Digital Tuesday
Shaping the Future – Together!

Der Digital Tuesday geht in die 6. Runde:
Haben wir vorausgesehen, dass Google, Airbnb und Amazon die Welt erobern werden? Konnten wir uns vorstellen wie Facebook, Netflix oder WhatsApp unsere Kommunikation verändert haben?
Verstehen wir wie Artificial Intelligence, Cloud Computing, Big Data Analytics, autonomes Fahren und Robotertechnologien die Arbeitswelt revolutionieren werden, wie sich Wertschöpfungsketten radikal verändern und disruptive Geschäftsmodelle entstehen?

Mit der öffentlichen Ringvorlesung „Shaping the Future – Together!“ wird die Zielsetzung verfolgt, die technologischen, ökonomischen, rechtlichen und kulturellen Entwicklungen der digitalen Transformationen im Austausch von Wissenschaft und Unternehmenspraxis zu thematisieren und zu diskutieren.



Oliver Queck, Geschäftsführer und Gründer LambdaQoppa Enterprise GmbH

Mit einem interaktiven Vortrag, in dem Oliver Queck immer wieder die anwesenden Studenten nach ihrer Meinung fragte, endete die diesjährige Veranstaltung „Digital Tuesday“.

Herr Queck ging zunächst auf seinen persönlichen Werdegang ein.
Danach ging er auf seinen aktuellen Arbeitgeber Exxeta und auf die digitale Transformation ein.

Außerdem ging er auf die Lage in Deutschland bzw. Europa ein und zeigte, dass andere Nationen (USA, China) deutlich weiter sind. Speziell ging er auf den Wandel ein, den viele große Unternehmen wie Amazon, Daimler oder AboutYou durchlaufen.
Mittlerweile sind diese Unternehmen eigentlich keine Modeunternehmen oder Automobilhersteller, sondern verändern sich immer mehr zu einem Tech-Unternehmen.

Im späteren Verlauf seines Vortrags, ging Herr Queck auf sein Unternehmen ein, welches er mitten in der Flüchtlingskrise, im Mai 2016 zusammen mit einem Freund gegründet hatte. Ein Problem der Flüchtlingskrise war, die genaue Erfassung der Daten der Geflüchteten. Das Startup hat sich das Ziel gesetzt, diese Erfassung zu optimieren und somit die Verteilung der Flüchtlinge zu verbessern.

Prof. Dr. Hadamitzky, Herr Queck

Die LQ-Enterprise GmbH entwickelte eine aussagekräftige Software, in der unter anderem der genaue Beruf und andere Qualifikationen angegeben werden können. Nach einigen Startschwierigkeiten, begannen immer mehr Landkreise in Baden-Württemberg diese Software zu nutzen. Nach Aussagen von Oliver Queck nutzen mittlerweile über 1000 Integrationsmanager, für ca. 80 000 Flüchtlinge, die Software.

Mit seinem Vortag konnte Herr Queck nicht auf allgemeine Dinge in der digitalen Transformation eingehen, sondern auch zeigen was die Digitalisierung für große Unternehmen aber auch für kleine Unternehmen bis hin zu einem Start-up bedeutet.

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Autor: Dominik Burkert

14.01.2020

Digitalisierung in der Automobilindustrie – Herausforderungen, neue Geschäftsmodelle, Produktentwicklungen und Veränderungsprozesse

Am 07.01.20 eröffnete Dr. Nils Horch das neue Jahr der Vortragsreihe “Digital Tuesday” für die Studierenden. Dr. Nils Horch bringt durch die Vielzahl an Projekten und seine aktuelle Tätigkeit bei der Porsche Consulting GmbH viel Erfahrung und eine breite Fachkompetenz mit sich. Als Kernthema des Vortrags zum Themenbereich Digitalisierung wählte er dabei das Projekt Taycan, welches die Entwicklung des ersten vollelektrischen Sportwagens aus dem Hause Porsche beschreibt.

Prof. Dr. Hadamitzky, Dr. Nils Horch, Prof. Dr. Rohleder, Prof. Dr. Schweiger

Zu Beginn gab Dr. Nils Horch einen kurzen Einblick in die Entwicklung der Fahrzeuge über mehrere Jahrzehnte. Dabei machte er vor allem die Entwicklung der Schwerpunkte deutlich. Wo früher noch die Hardware des Fahrzeugs nahezu alleine für die Leistung zuständig war, spielt heute die Software eine entscheidende Rolle. So kann der erste vollelektrische Sportwagen aus dem Hause Porsche mehr Steuergeräte für sich verbuchen, als eine Boing 737.

Die Entwicklung des ersten vollelektrischen Sportwagens war für das Unternehmen, wie Dr. Nils Horch berichtet, eine sehr große Herausforderung und brachte viele Probleme mit sich. Eine große Herausforderung stellte dabei die immer zunehmende Vernetzung dar, welche auch großen Einfluss auf die Entwicklung hat. Selbst Funktionen wie die Start-Stopp Automatik, die für den Endverbraucher letztendlich sehr simpel erscheinen, erforderten in der Entwicklung die Zusammenarbeit von 10 Abteilungen.

Das Projekt Taycan scheint insgesamt eine Reise mit vielen Höhen und Tiefen gewesen zu sein. Ausschlaggebend für den Erfolg des Projektes waren laut Dr. Nils Horch unter Anderem agile Vorgehensmethoden. Diese waren besonders wichtig, da es sich hierbei um ein, in dieser Form, noch nie dagewesenes Projekt mit vielen Unbekannten handelt. Hier mussten wöchentlich wichtige Entscheidungen getroffen und auf neue Geschehnisse reagiert werden. Ein weiteres sehr wichtiges Kriterium war die volle Unterstützung durch das Top-Management. So war auch Porsche CEO Oliver Blume meist zweimal wöchentlich bei den Besprechungen vor Ort um sich ein Bild vom Entwicklungsprozess zu machen und den Weg der Entwicklung durch wichtige Entscheidungen zu beeinflussen. Eine weitere Maßnahme war es, die Mitarbeiter von Dienstleistungs- und Zulieferunternehmen möglichst nah am Geschehen zu haben. Das schaffte kürzere Wege und mehr Flexibilität innerhalb des Projekts. Deshalb wurden diese Mitarbeiter an den Standort Weissach verlagert. Da der Erfolg eines solch großen und innovativen Projekts von sehr vielen Bereichen abhängt war der Druck auf die Mitarbeiter oft sehr groß, wodurch in kritischen Zeitpunkten auch Wochenendarbeit angesagt war, um die vorgegebenen Ziele zu erreichen.

Anhand der zahlreichen Fragen und Diskussionen im Anschluss des Vortrags konnte man die Begeisterung der Studierenden und Interessierten an diesem Projekt erkennen. Durch die offenen, ehrlichen und durchaus auch kritischen Worte von Dr. Nils Horch brachte er dem Publikum das Projekt in einer sehr authentischen und interessanten Art und Weise näher.

Autor: Sedrik Cirzel

07.01.2020



Digitale Transformation bei einem europäischen Industrieunternehmen – Von der Idee zur Aktion

Sören Lauinger bereicherte die Vortragsreihe des Digital Tuesday am 17.12.2019 mit seinem Vortrag zum Thema “Digitale Transformation bei einem europäischen Industrieunternehmen. Sören Lauinger ist Vizepräsident im Bereich Intrapreneurship & Co-Creation der Aesculap AG. Die Aesculap AG hat ihren Hauptsitz im nahegelegenen Tuttlingen und ist im Bereich der Medizintechnik tätig. Sie ist außerdem Teil des B.Braun Konzerns.

Prof. Dr. Hadamitzky, Prof. Dr. Rohleder, Herr Lauinger, Prof. Dr. Schweiger

Zum Einstieg brachte Sören Lauinger den Studierenden sein Tätigkeitsgebiet und die Begriffe Intrapreneurship und Co-Creation näher. Zum Schaffen neuer Innovationsprozesse rief Aesculap im Jahre 2017 das Werk 39 ins Leben. Das Werk 39 soll Teams mit innovativen Ideen Raum geben, ihre Ideen und Ziele bestmöglich umzusetzen. Dabei bietet das Werk 39 Raum, eine innovative Atmosphäre und vor allem gute Visualisierungsmöglichkeiten. Einer guten zusammenarbeit, ebenfalls mit externen Dienstleistern, soll hier nichts im Wege stehen. 

Wer sich im Werk 39 einnisten möchte , braucht zuerst mal eins: Ein Kundenproblem das es zu lösen gilt. So beginnt der Einstieg in die Innovation-Schmiede. Dieses klare Statement wird im Werk 39 gelebt. Der Kunde steht mit seinem Problem bei allen Aktivitäten im Mittelpunkt.

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Autor: Sedrik Cirzel

17.12.2019



Digitalisierung im Vertrieb – Optimierung der Digital Customer Experience


Einen informativen und interaktiv gestalteten Vortrag bekamen die interessierten Studierenden im Rahmen des Digital Tuesday am 10.12.2019 zu hören. Zu Gast war diese Woche Dr. Hans Jung und Julian Gerg von der UNITY AG.

Dr. Jung, Prof. Dr. Hadamitzky, Herr Gerg

Julian Gerg ist an der HTWG kein Unbekannter, zumal er einige Jahre zuvor hier seinen Master of Arts erfolgreich im Bereich Unternehmensführung absolvierte. Heute startete er die Veranstaltung mit der Vorstellung der UNITY AG und ihrem Kerngeschäft, der digitalen Transformation. Die erfolgreiche Arbeit der UNITY AG spiegelt sich auch in Ihrem großen Kundenstamm wider, unter dem sie 21 der DAX 30 Unternehmen verbuchen können.

Folgend gab Dr. Hans Jung den Studierenden einen ausführlichen und interaktiven Einblick in die Digitalisierung im Vertrieb. Hierbei konnte er durch Fragen über das eigene Kaufverhalten der Studierenden das Publikum zum Nachdenken anregen. Es ist die Unkompliziertheit und Flexibilität, die die Kunden bei der Wahl ihres Anbieters beeinflusst. Über die Hälfte des Publikums suchen bei einem Kaufwunsch direkt beim Anbieter Amazon. Nur knapp ein Viertel starten die Suche nach einem passenden Anbieter via Google. Warum? Es ist die Benutzerfreundlichkeit, der gute Service und das große Produktsortiment, das die Kunden bei Amazon finden. Dr. Hans Jung ist der Meinung: „Digitalisierung braucht den Fokus auf den Kunden“. Dabei ist es für Unternehmen wichtig Anpassungsbereitschaft an die Veränderungen des Marktes zu zeigen. Unternehmen müssen realistisch beurteilen können, ob ihre Produkte auch in Zukunft noch einen Platz auf dem Markt haben. Sollte dies im Zuge der Digitalisierung nicht der Fall sein, gilt es, mit den bestehenden Mitteln neue Geschäftsideen und Produkte zu finden, um weiterhin am Markt bestehen zu bleiben.

Im Bereich Marketing spielt hier der Zero Moment of Truth (ZMOT) eine wichtige Rolle. Das Kaufverhalten der Kunden hat sich durch die Digitalisierung grundlegend verändert. Noch nie haben Konsumenten so leicht Zugang zu Informationen gehabt wie heute. Unternehmen müssen herausfinden, wo ihre Kunden suchen, wenn sie sich über ein Produkt oder eine Dienstleistung informieren möchten. Hier gilt es für die Unternehmen präsent zu sein um letztendlich das Ergebnis der Kundensuche darzustellen.

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Autor: Sedrik Cirzel

10.12.2019



Was bedeuten Digitalisierung und Künstliche Intelligenz für Einkaufs- und Finanzabteilungen in einem Unternehmen? – Kai Finck, Senior Vice President SAP AG

Prof. Dr. Hadamitzky, Herr Finck, Prof. Dr. Rohleder

Herr Finck begann seinen Vortrag mit seinem persönlichen Werdegang. Er studierte in Hamburg und erzählte den Anwesenden wie er damals zu SAP kam, und warum er sich, trotz Berufserfahrungen bei Daimler, MPU oder Rolls Royce für das, zu dieser Zeit, noch sehr kleine Unternehmen entschieden hatte. Mittlerweile ist er bereits seit über 20 Jahren bei SAP angestellt. Somit war er dabei, als sich die Firma aus dem beschaulichen Walldorf von einem kleinen Start-up, bis hin, zum wertvollsten deutschen Unternehmen etablierte!


Durch seine langjährige Erfahrung bei SAP konnte Herr Finck die Firmenentwicklung von 1972 bis 2019 aufzeigen und erläutern, wie es SAP geschafft hat so erfolgreich zu sein.

Im weiteren Verlauf der Präsentation zeigte er auf welche Potenziale die Künstliche Intelligenz hat.

Das Problem in vielen Firmen ist, dass der Großteil der Rechnungen (schätzungsweise 77 %) immer noch auf Papier ist. Außerdem enthalten viele Rechnungen(ca. 20%) Fehler. Durch diese Fehler verlängert sich häufig der Prozess, wodurch in den meisten Fällen vorverhandelte Rabatte ausfallen.

Laut Finck können viele dieser Probleme durch den Einsatz von Verfahren aus der Künstlichen Intelligenz vermieden werden.

KI kann hier schon an sehr einfachen Dingen ansetzen. Wie beispielsweise die richtige Eingabe der Rechnungsadresse. Sollte diese fehlerhaft eingegeben werden, wird der Benutzer darauf hingewiesen. Dies spart Zeit und Geld.

Im Verkauf hat die Künstliche Intelligenz auch einige Potenziale. Beispielweise kann mittels KI entdeckt werden, ob eine Person mehrere Bestellungen getätigt hat. Sollte dies der Fall sein, können die Rechnungen zusammengefügt werden und auf einen Schlag bezahlt werden, außerdem können alle Produkte in einem Paket versendet werden. Dies spart nicht nur Versandkosten und Verpackungsmaterial, sondern schont auch die Umwelt.

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Autor: Dominik Burkert

03.12.2019



Digitalisierung erfordert ein Umdenken bei Produkten und Unternehmensprozessen

Herr Matthias Schmich, Prof. Dr. Rohleder

Das große Umdenken der Unternehmen!

Diese Woche hatten wir einen Gastvortrag von Herrn Schmich (Vizepräsident Strategic Business Siemens Industry Software GmbH), in dem er über das Umdenken bei Produkten und Unternehmensprozessen sprach.

Herr Schmich gab einen Einblick in den sich aktuell entwickelnden Geschäftsmodellen Siemens.
„Wir befinden uns in einem Wandel von Produkten und Unternehmensprozessen“.

Herr Schmich ging auf den Wandel von Produkten ein, dass diese immer intelligenter und vernetzter werden.

Hierbei ging er explizit auf die Autoindustrie ein, welche mit 30% einen Großteil des Umsatzes von Siemens Industry Software ausmacht.

Er erklärte: “Es werden in Zukunft nicht mehr nur die Produkte verkauft, sondern auch die Dienstleistungen Drumherum”. Als Beispiel hierfür wurde unter anderem die Mercedes Car Sharing App genannt.
Auch ging Herr Schmich auf die Digitalisierung der Unternehmensprozesse ein.
„An der Digitalisierung von Unternehmensprozesse führt kein Weg vorbei!“
Als Beispiel hierfür ging er auf  “Digital Twin” ein.
Vor allem in der Autobranche gewinne das Thema Digital Twin immer mehr an Bedeutung.

Student Michael Schmidt äußerte sich begeistert zur Entwicklung der Unternehmensprozesse: “Dadurch können in Zukunft Unternehmensprozesse viel schneller analysiert und verbessert werden. Zudem spart man Zeit & Geld!”.

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Autor: Gianmarco Giretti

26.11.2019



Digitalisierung – Smart City

Prof. Dr. Hadamitzky, Herr Michael Ilg

Die Zukunft wird Smart!

Diese Woche hatten wir einen Gastvortrag von Herrn Ilg (Chief Quality Manager Leicom AG), in welchem er uns über das Trendthema Smart City berichtete.

Herr Ilg stellte folgende Prognose für die Zukunft auf: “Smart City wird das Ökosystem der Zukunft sein!”.

Um diese Prognose genauer zu verstehen, zeigte er uns in seinen folgenden Folien die vier Evolutionsstufen von Smart City.

Herr Ilg kündigte an, dass Smart Citys in Zukunft lebenswerte Orte schaffen werden, welche die Wohn- und Lebensqualitäten steigern werden. Hierzu zeigte er ein YouTube Video der Stadt St. Gallen, welcher ein Vorreiter von Smart City ist.

Auch ging Herr Ilg auf die Verwendung von Künstlichen Intelligenz (KI) ein, da es sich hierbei um eine Schlüsselrolle einer Smart City handelt (Bsp. Smart Mobility).

Doch ging Herr Ilg auch auf die Probleme der digitalen Zukunft ein welche mit Smart City und KI auf uns zu kommen werden. Hierfür thematisierte er die „15 gewagten Gebote von Gerd Leonhard“.

Studierende wie Jonas Meier sind von der Entwicklung Smart City begeistert: “Ich finde es faszinierend was uns die Zukunft mit Smart City alles bringen wird”.

Seinen Vortrag beendete Herr Ilg mit den Worten “Egal was die Zukunft bringt, vergesst eines nicht:  Glück ist kein Algorithmus”.

Autor: Gianmarco Giretti

19.11.2019



Digitalisierung – mITtendrin statt nur dabei…

Prof. Dr. Hadamitzky, Prof. Dr. Rohleder, Herr Steffen Schaar

Daten, die Ressource der Zukunft!

Diese Woche hatten wir einen Gastvortrag von Herrn Schaar, Member of the Board The Quality Group GmbH.

Zu Beginn des Vortrags ging Herr Schaar auf das Elementare Probleme der Digitalisierung ein.

„Die alte Generation hat Angst vor der Digitalisierung.“

Die Angst vor neuem würde die Digitalisierung abbremsen. Als Beispiel dafür nannte er unter anderem die Gesundheitsvorsorge

In diesem Zuge offenbarte er, dass Deutschland im Vergleich (DESI) zu anderen EU Nachbarstaaten noch ein digitales Schwellenland ist und uns noch ein weiter Weg bevorsteht.

Anhand des Beispiels “60% aller PCs in der Produktion laufen noch mit DOS”, verdeutlichte er aber, dass ein unmittelbarer digitaler Umbruch auch nicht klappen kann.

Durch Aussagen wie “Daten sind Gold”, oder “Man sollte sich für neue Technologien öffnen” bekräftigte Herr Schaar nochmals seine Überzeugung, dass wir der Digitalisierung offen gegenüberstehen müssen.

Ein Beispiel für eine längst überfällige Digitalisierung, ist der Zeitaufwand den man heute noch benötigt um Daten auszuwerten. Hierbei werden laut Herr Schaar 40% der Arbeitszeiten mit dem suchen nach Daten verschwendet, da sich 80% der informativen Daten in unstrukturierten Texten befinde und man diese herausfiltern müsse.

Studierende wie Lea Hohner äußerten sich überrascht zur Digitalisierung hier in Deutschland: “Ich hätte niemals gedacht, dass wir in einem digitalen Schwellenland leben”.

Mit dem Satz “Um die Zukunft zu gestalten muss man die Vergangenheit Akzeptieren” beendete Herr Schaar seinen Vortrag.

Autor: Gianmarco Giretti

12.11.2019



Future Workforce – Wie verändert sich die Arbeitswelt im Zeitalter von Automatisierung, Robotics und Technologie?

Prof. Dr. Hadamitzky, Herr Nemelka, Prof. Dr. Schweiger

Future Workforce – Rasante Veränderungen, die kaum aufzuhalten sind! 

In dieser Woche hatten wir einen Gastvortrag am Digital Tuesday von Mats Nemelka, Digital HR Advisor von ServiceNow, in dem er uns die ändernde Arbeitswelt im Zeitalter von Automatisierung, Robotics und Technologie näher brachte. 

Nemelka stellte somit folgende Prognose auf: “Bis 2023 kann ein Chip die gleiche Rechenleistung aufbringen wie ein Mensch. Bis 2050 ein Vielfaches eines Menschen”.

Somit wird es also möglicherweise bald möglich sein, mit künstlicher Intelligenz (KI) Seite an Seite den Alltag zu verbringen.

Beispiele zur Veränderung nannte Nemelka von dem US-Konzern Amazon (Marktführer der Digitalisierungsumsetzung) die Supermarktkette “Amazon Go”, deren Geschäfte ohne Registrierkassen oder SB-Kassen auskommen. Die Kunden werden das Geschäft nach Auswahl der Waren ohne einen Kassiervorgang einfach verlassen. Die eingekauften Artikel werden von Sensoren und Kameras erfasst und nach dem Verlassen des Ladens automatisch berechnet und abgebucht. 

Ebenfalls stellte Nemelka den US-Großkonzern Google mit seiner neuen künstlichen Intelligenz “Google Duplex” vor. Diese KI, die zusätzlich auch den Google Assistent benutzt, ist in der Lage, für einen Clienten einen Anruf zu tätigen und beispielsweise einen Friseurtermin zu vereinbaren oder eine Tischreservierung vorzunehmen, ohne das der Client selbst am Telefon sein muss. 

Mit diesen technischen Fähigkeiten und Fortschritten werden wir bald in der Lage sein, immense Ressourcen zu sparen. Nemelka beschreibt die Zukunft trotz dieser technischen Entwicklung weiterhin als unbekannt.

Das viele Jobs wegfallen, verneinte er lächelnd: “Auch wenn 6 von 10 Jobs automatisiert werden, besteht diese Gefahr nicht. Es werden nur 5 % aller Jobs wegfallen, da immer wieder neue Technologien neue Arbeitsstellen schaffen werden”.

Lea Regenwald, BWL Studentin, freut sich auf die Veränderungen: ”Bald muss niemand mehr an ewig langen Kassenschlangen stehen”.

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Autor: Nico Brielmayer

05.11.2019



Digitalisierung: Huhn oder Ei?

Dr. Jaeschke, Prof. Dr. Schweiger

Digitalisierung – Ein Schlagwort, ein Trend! 

Diese Woche hatten wir einen Gastvortrag von Prof. Dr. Peter Jaeschke aus Sankt Gallen am Digital Tuesday.

Gleich zu Beginn zeigte Jaeschke das es möglich ist, sich der Digitalisierung sehr schnell anzupassen. Dazu wurde von Jaeschke der Konzern Netflix hervorgehoben, welcher es geschafft hat, sich von einer Online-DVD-Vermietung zu einem Streaming-Dienst zu wandeln.

Unternehmen und dessen Arbeitsbereiche zu digitalisieren fällt den meisten heutzutage immer noch schwer, da es viele neue Technologien mit sich bringt, welche Mitarbeiter schnell überfordern können. Viele Mitarbeiter können sich Veränderungen an ihrem Arbeitsplatz nicht vorstellen. 


Laut Jaeschke sei es bei der Digitalisierung von Unternehmen wichtig, sich den Markt, Strategie, Kunden, Effizienz und Effektivität genauer anzuschauen, um ein neues Geschäftsmodell aufzubauen zu können. Aber auch Big Data sei ein großes Thema. Dort sollten Unternehmen versuchen, mit Machine Learning und künstlicher Intelligenz verschiedene Prozesse einzubinden und diese Technologie für sich zu nutzen.

Ansatzpunkte wie “Process Digitisation”, “Creating Value” oder “Enabling in a Digital World” hätten laut Jaeschke ebenfalls noch Digitalisierungspotenzial. Doch auch Stichworte wie hochautomatisierte Roboter, selbstbestellende Schraubenregale, Handschuhscanner oder Kleidung, die direkt in einem Spiegelbild anprobiert werden kann, sind keine Seltenheit mehr geworden.

Studierende wie Markus Steig stehen der Digitalisierung jedoch auch kritisch gegenüber: “Durch die Digitalisierung könnten in den nächsten Jahren auch viele Arbeitsplätze wegfallen”.

Die Zukunft liegt laut Jaeschke in der Argument Reality.

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Autor: Nico Brielmayer

29.10.2019



3D-Druck: Unser Weg von der Geschäftsidee zum Wertschöpfungsmodell

Prof. Dr. Hadamitzky, Herr Kohlbrenner

3D-Druck – Wertschöpfbarkeit, die sich lohnt!

Auch in dieser Woche hatten wir wieder einen neuen Gastvortrag am Digital Tuesday von Michael Kohlbrenner (Geschäftsführer der topmodellfabrik), in dem er uns den Weg von der Geschäftsidee zum Wertschöpfungsmodell für 3D-Druck mitteilte. 

Das neue Start-up-Unternehmen wurde 2010 gegründet, hat seinen Sitz in Tuttlingen und beschäftigt bis heute 5 Mitarbeiter. Durch den neuen 3D-Druck-Trend, den man an dem Boom im Hype-Cycle ablesen kann, lässt sich großes Potenzial abbilden. Somit ist es also ganz einfach möglich, defekte Bauteile, Häuser oder gummierte Bauteile, sowie auch nicht mehr hergestellte Ersatzteile z. B. für einen alten Oldtimer herzustellen.

“Die größte Wertschöpfbarkeit ist die Drucker-Maschineninvestition, das Personal für die Teilebestellung, die Datenaufbereitung und die Dateierstellung” – so Kohlbrenner.

Auch befragte Studenten wie Simon Meier waren erstaunt über die Entwicklung: “Durch diese Technik werden wir möglicherweise bald in der Lage sein, den Mars besiedeln zu können”.

Einen Nachteil für den 3D-Druck gibt es laut Kohlbrenner aber auch. Viele Drucker fallen in einen siebenstelligen Eurobetrag und sind somit eine sehr teure Investition für Unternehmen.

Laut Kohlbrenner werde die Zukunft aber im 4D-Druck liegen. Zurzeit arbeiten viele Unternehmen schon an einem 4D-Druck, um Gegenstände zu revolutionieren.

Zukunftsaussichten des 4D-Drucks sieht Kohlbrenner vor allem in der Medizinbranche, indem es z. B. möglich sein wird, komplexe Gegenstände, wie funktionierende Organe zu konstruieren und in Menschen einzusetzen.

Autor: Nico Brielmayer

22.10.2019



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